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Geschichte & Wissenswertes

Die Geheimnisse
von Baunei

4 Kuriositäten und Geschichten

01

Die vergessene Blaue Zone

Baunei gehört zur „Blauen Zone" Sardiniens, einer der fünf Regionen der Welt, in denen die Menschen statistisch gesehen am längsten leben. Tziu Ferrandu, Jahrgang 1904, trieb seine Ziegen noch mit 103 Jahren auf denselben Pfaden, die heute Trekker begehen. Das Geheimnis? Laut Gerontologen ein Mix aus Genetik, einer Ernährung auf Basis von Pane Carasau, Pecorino und Cannonau und vor allem der täglichen körperlichen Aktivität, die die Steilheit des Geländes erzwingt.

02

Die verkehrte Kirche

Die Kirche San Nicola hat ihren Haupteingang nach Norden statt nach Westen ausgerichtet — im christlichen Sakralbau äußerst selten. Die örtliche Legende besagt, dass die Ochsen, die die Steine transportierten, dem geplanten Weg nicht folgen wollten und an der heutigen Stelle stehenblieben: Die Baunesen beschlossen, den Tieren nachzugeben.

03

Der Hirtencode

Bis in die 1960er-Jahre nutzten die Hirten von Baunei ein Pfeifkommunikationssystem (ähnlich dem „Silbo Gomero" der Kanarischen Inseln), um sich von einer Flanke des Supramonte zur anderen zu verständigen. Jede Familie hatte ihren eigenen unverwechselbaren Pfeifton.

04

Golgo: die heilige Schlucht

Das Hochplateau von Golgo beherbergt „Su Sterru", den tiefsten Karsttrichter Europas (ca. 270 Meter). Hier steht auch die Landkirche San Pietro, wo jeden Juni ein Fest mit Zickleinbraten auf offenen Feuern im nackten Fels gefeiert wird. Es ist einer der wenigen Orte Sardiniens, an dem die Garmethode „a carraxiu" (unterirdisch) noch praktiziert wird.

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